Großbritannien plant rasche Regulierung von Stablecoins, um mit den USA Schritt zu halten

Die Bank of England bereitet sich darauf vor, ihren regulatorischen Ansatz in Bezug auf Stablecoins zu beschleunigen. Die stellvertretende Gouverneurin Sarah Breeden signalisierte, dass Großbritannien beabsichtigt, sowohl hinsichtlich des Tempos als auch des Umfangs der Aufsicht über den schnell wachsenden 310-Milliarden-Dollar-Markt mit den Vereinigten Staaten gleichzuziehen.
Wichtige Erkenntnisse:
- Die Bank of England plant, ihre Stablecoin-Regeln an die der Vereinigten Staaten anzupassen.
- Die stellvertretende Gouverneurin Sarah Breeden sagt, dass die Koordinierung mit der Fed bereits im Gange ist.
- Kanada hat diese Woche ebenfalls sein eigenes Stablecoin-Rahmenwerk vorgestellt. Auf der SALT-Konferenz in London erklärte Breeden, dass die Koordinierung zwischen Großbritannien und den USA in Bezug auf die Politik für digitale Vermögenswerte bereits im Gange sei und dass die Regulierungsbehörden entschlossen seien, nach der Verabschiedung des GENIUS Act Anfang dieses Jahres nicht hinter den Fortschritten Washingtons zurückzubleiben.
Sie bezeichnete die Angleichung der Politik als entscheidend für zwei der am stärksten vernetzten Finanzsysteme der Welt und merkte an, dass ein synchronisiertes Rahmenwerk die Innovation im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr stärken und regulatorische Lücken zwischen den Märkten verringern würde.
Bank of England Deputy Governor Sarah Breeden said new stablecoin rules will be up and running “just as quickly as the US,” rebuffing industry concerns that Britain is falling behind on setting up a regime https://t.co/rCO8nJmdLF
— Bloomberg (@business) November 5, 2025
Transatlantische Koordination intensiviert sich
Die Bank of England wird voraussichtlich am 10. November ihr lang erwartetes Konsultationspapier zu Stablecoins veröffentlichen, in dem dargelegt wird, wie digitale, an das Pfund gebundene Token in die Finanzinfrastruktur des Landes integriert werden sollen. Breeden sagte, dass die Zentralbank in engem Kontakt mit der US-Notenbank stehe, da beide Seiten bestrebt seien, einheitliche Standards in Bezug auf Reservehinterlegung, Rückkaufrechte und systemische Sicherheitsvorkehrungen zu gewährleisten.
Ihre Äußerungen folgen auf monatelange Gespräche hinter den Kulissen zwischen politischen Entscheidungsträgern auf beiden Seiten des Atlantiks. Im September trafen sich Finanzministerin Rachel Reeves und US-Finanzminister Scott Bessent in London, um die Zusammenarbeit bei der Regulierung von Kryptowährungen zu vertiefen – eine Initiative, die einen breiteren Trend unter den G7-Volkswirtschaften widerspiegelt, klare Regeln für tokenisierte Vermögenswerte festzulegen.
Befürworter der Branche im Vereinigten Königreich drängen auf schnellere Maßnahmen und warnen, dass langsame Fortschritte bei der Regulierung dazu führen könnten, dass Fintech-Innovationen ins Ausland abwandern.
Frühere Kritik und neue Dynamik
Die Bank of England sah sich aufgrund früherer Politikvorschläge, die eine Obergrenze für den Besitz von Stablecoins zwischen 10.000 und 20.000 Pfund vorsahen, mit Widerstand von Krypto- und Zahlungsgruppen konfrontiert, die argumentierten, dass solche Beschränkungen die Akzeptanz hemmen und deren Umsetzung kostspielig wäre. Die Zentralbank hat seitdem betont, dass ihr bevorstehender Rahmen darauf abzielt, Sicherheit und Marktwachstum in Einklang zu bringen.
Kanada steigt in den Wettlauf ein
Die Dynamik für die Regulierung von Stablecoins beschränkt sich nicht nur auf Großbritannien und die USA. Diese Woche hat Kanada Pläne für ein eigenes Regime vorgestellt, das von Emittenten verlangt, vollständig gedeckte Reserven zu halten und strengere Risikomanagementpraktiken umzusetzen. Der Vorschlag ist Teil einer nationalen Strategie zur Modernisierung des Zahlungsverkehrs, die darauf abzielt, digitale Transaktionen für Kanadier schneller und sicherer zu machen.
Institutionen treiben die Nutzung in der Praxis voran
Unterdessen treiben globale Zahlungsnetzwerke und Geldtransferunternehmen die Integration von Stablecoins voran. SWIFT, Western Union, MoneyGram und Zelle haben jeweils damit begonnen, tokenisierte Abwicklungslösungen zu testen oder einzuführen, um internationale Transaktionen zu beschleunigen.
Das US-Finanzministerium geht davon aus, dass der Stablecoin-Sektor bis 2028 auf 2 Billionen US-Dollar anwachsen könnte, was zeigt, wie schnell sich Blockchain-basierte Zahlungssysteme in der traditionellen Wirtschaft etablieren.
Für Breeden und die Bank of England ist das Ziel klar: Die Wettbewerbsfähigkeit Großbritanniens soll erhalten bleiben, indem sichergestellt wird, dass sich die regulatorischen Grundlagen parallel zu denen seines engsten Wirtschaftspartners weiterentwickeln.
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine Finanz-, Anlage- oder Handelsberatung dar. Coindoo.com unterstützt oder empfiehlt keine bestimmten Anlagestrategien oder Kryptowährungen. Führen Sie immer Ihre eigenen Recherchen durch und konsultieren Sie einen zugelassenen Finanzberater, bevor Sie Anlageentscheidungen treffen.











